Wachsflecken richtig entfernen
Nach Weihnachten und Silvester sieht man sie in vielen Haushalten: Wachsflecken auf Teppichen, Tischdecken und anderen Textilien. Wir zeigen dir, wie du sie schnell und einfach entfernst.
Kerzen gehören zum Winter einfach dazu – und beim Adventskranz zu Weihnachten oder Wachsgießen zu Silvester ist schnell einmal etwas daneben gegangen. Wachs verbindet sich beim Abkühlen fest mit der Faser und lässt sich nicht einfach wegwischen.
Die gute Nachricht: Wachsflecken sind zwar fies, aber mit den richtigen Methoden gut zu entfernen – ganz ohne aggressive Chemie.
Warum Hitze der Schlüssel ist
Kerzenwachs (meist Paraffin oder Bienenwachs) schmilzt in einem Bereich von etwa 50 bis 65 °C. Beim Aushärten legt es sich wie ein Film um die Fasern. Deshalb gilt: Hitze löst Wachs deutlich besser als Kälte. Trotzdem solltest du gerade Textilien aus Naturfasern mit Vorsicht behandeln.
Der im Internet häufig empfohlene Tipp, Textilien einzufrieren und das Wachs abzukratzen, funktioniert in der Praxis nur eingeschränkt. Nach Erfahrung aus der professionellen Gebäudereinigung bleibt dabei meist Wachs tief in der Faser zurück. Wärme ist hier klar im Vorteil. Und mal ehrlich: Hast du wirklich Lust, eine komplette Tischdecke einzufrieren? Wir zeigen dir, wie es einfacher geht.
1. Wachsflecken entfernen mit dem Dampfreiniger (Profi-Tipp)
Dieser Tipp stammt direkt aus der Gebäudereinigung und ist besonders effektiv bei Teppichen, Polstern und festeren Stoffen.
So funktioniert es:
- Der heiße Dampf schmilzt das Wachs schnell.
- Ein Mikrofaserbezug oder noch besser ein Koralbezug mit langen Fasern nimmt das flüssige Wachs sofort auf.
- Ideal sind Handdampfreiniger, da man sehr gezielt arbeiten kann.
Vorteil:
Kein Schrubben, keine Chemie und deutlich weniger Risiko für beschädigte Fasern.
2. Alternative ohne Dampfreiniger: Heißes Wasser & Mikrofasertuch
Nicht jeder Haushalt hat ein Dampfgerät – diese Methode ist eine gute, wenn auch zeitaufwendigere Alternative.
Anwendung:
- Sehr heißes (nicht kochendes) Wasser auf den Wachsfleck geben oder ein heißes, feuchtes Tuch auflegen. Achtung: Verbrenn dich nicht!
- Das geschmolzene Wachs mit dem Tuch aufnehmen.
- Bei Bedarf mehrmals wiederholen.
Wichtig: Nicht reiben, sondern das Wachs abtupfen – sonst verteilt es sich weiter in der Faser.
3. Textilien im heißen Wasserbad behandeln: Die schnellste und effektivste Methode
Ideal für waschbare Stoffe wie Tischdecken, Stoffservietten oder kleinere Teppiche.
So geht’s:
- Textil in einen Eimer mit heißem Wasser legen.
- Das Wachs löst sich aus der Faser und schwimmt nach oben.
- Anschließend wie gewohnt waschen.
Diese Methode ist besonders schonend und effektiv.
4. Klassiker: Butterbrotpapier oder Löschpapier & Bügeleisen
Eine bewährte Methode für flache Textilien.
Schritt-für-Schritt:
- Butterbrotpapier oder Löschpapier auf den Wachsfleck legen.
- Mit dem Bügeleisen bei niedriger Temperatur (ohne Dampf) darübergehen.
- Das Papier saugt das geschmolzene Wachs auf.
- Papier wechseln und Vorgang wiederholen.
Tipp: Immer zuerst an einer unauffälligen Stelle testen.
Fazit: Wachsflecken sind lästig – aber gut lösbar
Gerade nach der Kerzenzeit im Winter sind Wachsflecken ein häufiges Problem. Mit Hitze, Geduld und den richtigen Hilfsmitteln lassen sie sich zuverlässig entfernen. Ob Dampfreiniger aus der Profi-Praxis, heißes Wasser oder der Bügeltrick – Hitze macht hier eindeutig mehr Sinn als Kälte.
Zuletzt aktualisiert am 08.01.2026.
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