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Kalt, warm oder heiß – welche Temperatur sollte Putzwasser haben?

Kalt, warm oder heiß – welche Temperatur sollte Putzwasser haben?

Viele Verbraucher glauben, dass Putzen mit warmem oder heißem Wasser das beste Ergebnis bringt. Das stimmt allerdings nur selten. Im Gegenteil: Es kann hygienische und sogar gesundheitliche Folgen haben.

Kalt, warm oder heiß – welche Temperatur sollte Putzwasser haben?

Viele Verbraucher glauben, dass Putzen mit warmem oder heißem Wasser das beste Ergebnis bringt. Das stimmt allerdings nur selten. Im Gegenteil: Es kann hygienische und sogar gesundheitliche Folgen haben.

Lauwarmes statt heißes Putzwasser ist bei den meisten Reinigungsaufgaben die bessere Wahl – heißes Wasser lässt Streifen auf Fenstern zurück, setzt bei manchen Reinigern giftige Dämpfe frei und verschwendet unnötig Energie.


Das Wichtigste in Kürze

  • Für Böden, Fliesen und die Alltagsreinigung ist kaltes bis lauwarmes Wasser (ca. 20–40 °C) meist die beste Wahl
  • Heißes Wasser lässt Alkohol in Reinigern schneller verdunsten und kann so die Putzwirkung sogar verschlechtern
  • Bei Sanitärreinigern kann warmes Wasser giftige Dämpfe freisetzen
  • Fenster im Winter niemals mit heißem Wasser reinigen – Risiko für Glasbruch durch Temperaturschock
  • Laut dem Sinner'schen Kreis lässt sich fehlende Temperatur durch mehr Zeit, Mechanik oder Chemie ausgleichen

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Kalt, lauwarm oder heiß?

Für die meisten Reinigungsaufgaben empfehlen Expert:innen kaltes bis lauwarmes Wasser – nicht zwingend eiskalt, aber auch nicht heiß. Richte dich am besten nach den Herstellerempfehlungen auf der Verpackung. Grundsätzlich gilt: Gibt es keine Angaben zur Temperatur, lässt sich ein Reiniger meist auch mit lauwarmem Wasser nutzen.

Einige Allzweckreiniger wirken sogar etwas besser, wenn sie in kälteres Wasser gegeben werden. Der Grund: Manche Reinigungsmittel enthalten Alkohol, der sich unter Wärmeeinfluss schneller verflüchtigt. Das kann die Putzwirkung beeinträchtigen.

Kälteres Wasser hat aber auch einen Nachteil: Es wirkt nicht so effektiv gegen Fett. In der Küche kann warmes Wasser (ca. 30–40 °C) deshalb sinnvoller sein. Zum Geschirrspülen darf es sogar heißer sein, da Hitze zusätzlich Keime reduziert.

Warum "heißer ist immer besser" trotzdem ein Mythos ist, erklärt auch der Ratgeber Frühjahrsputz: 5 Putzmythen, an die du garantiert noch glaubst.


Der Sinner'sche Kreis: Warum Temperatur nur einer von vier Faktoren ist

In der professionellen Gebäudereinigung wird jeder Reinigungserfolg auf vier zusammenspielende Faktoren zurückgeführt – bekannt als Sinner'scher Kreis:

  • Mechanik – Reibung, z. B. durch Wischen, Bürsten oder Schrubben
  • Zeit – Einwirkzeit von Wasser und Reinigungsmittel
  • Temperatur – wärmeres Wasser beschleunigt chemische Reaktionen
  • Chemie – die Wirkung des eingesetzten Reinigungsmittels

Das Prinzip dahinter: Senkst du einen der vier Faktoren, muss mindestens einer der anderen erhöht werden, um denselben Reinigungserfolg zu erzielen. Nutzt du also bewusst kühleres Wasser (z. B. um Fenster streifenfrei zu halten oder Energie zu sparen), kannst du das ausgleichen, indem du länger einwirken lässt, kräftiger wischst oder etwas mehr Reinigungsmittel verwendest.


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Fenster und Böden – lieber kühl als heiß!

Heißes Wasser trocknet schneller – das kann zu unschönen Streifen auf Böden und Fenstern führen. Fenster im Winter mit heißem Wasser zu putzen, kann sogar gefährlich werden. Die großen Temperaturunterschiede können dazu führen, dass die Scheibe Risse bekommt oder sie ganz springt. Kaltes bis lauwarmes Wasser ist hier die sicherere Wahl.


Vorsicht Gesundheitsgefahr!

Bei Sanitärreinigern ist es besonders wichtig, kein warmes Wasser zu benutzen. In Verbindung mit Hitze setzen sie giftige Dämpfe frei – mit gesundheitlichen Folgen.


Kühleres Wasser schont die Umwelt und den Geldbeutel

Kaltes bis lauwarmes Wasser hat fast nur Vorteile – auch für die Umwelt: Es verbraucht weniger Energie zum Erhitzen. So sparst du Emissionen und Energiekosten!


Die richtige Temperatur im Überblick


Anwendungsbereich Empfohlene Temperatur Warum
Böden, Fliesen (Alltag) Kalt bis lauwarm Streifenfrei, energiesparend, schont Reinigerwirkstoffe
Fenster Kalt Vermeidet Streifen und Glasbruch im Winter
Küche (Fettflecken) Warm (30–40 °C) Löst Fett besser als kaltes Wasser
Geschirrspülen Heiß Beste Fettlösung, reduziert Keime
Sanitärreiniger Kalt/lauwarm Vermeidet giftige Dämpfe

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Häufige Fragen zu Wassertemperatur beim Putzen


Für die meisten Reinigungsaufgaben ist eine Mischung aus beidem ideal: kaltes bis lauwarmes Wasser (ca. 20–40 °C). Es schont Reinigerwirkstoffe wie Alkohol, verhindert Streifen und spart gleichzeitig Energie.

Der Sinner'sche Kreis beschreibt die vier Faktoren, die jeden Reinigungserfolg bestimmen: Mechanik, Zeit, Temperatur und Chemie. Senkt man einen Faktor wie die Temperatur, muss mindestens ein anderer Faktor erhöht werden, um dasselbe Ergebnis zu erzielen.

Manche Reinigungsmittel enthalten Alkohol, der sich bei Wärme schneller verflüchtigt und dadurch seine Wirkung verliert. Zudem trocknet heißes Wasser schneller und hinterlässt eher Streifen auf Böden und Fenstern.

Der starke Temperaturunterschied zwischen der kalten Scheibe und dem heißen Wasser kann zu Rissen oder sogar zum Zerspringen des Glases führen.

Warmes Wasser (ca. 30–40 °C) löst Fett deutlich besser als kaltes Wasser. Zum Geschirrspülen darf es sogar heißer sein, da Hitze zusätzlich Keime reduziert.

Du hast keine Lust selbst zu putzen? Eine professionelle Reinigungskraft kann das für dich erledigen und setzt dabei auch auf die richtige Wassertemperatur.


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Zuletzt aktualisiert am 04.08.2025.

Autorin

Nadine Diehl
Nadine Diehl

Reinigungsexpertin bei ExtraSauber

bekannt aus ZDF, FAZ und WELT



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