Laminat reinigen: So wischst du streifenfrei, ohne dass der Boden aufquillt
Das Wichtigste in Kürze
- Laminat nur nebelfeucht wischen: Tropft der Mopp, zieht Wasser an den Kanten ein und die Dielen quellen auf.
- Erst saugen oder fegen, dann wischen. Sand wirkt unter dem Mopp wie Schleifpapier.
- Streifen kommen meist von zu viel Reiniger oder von Rückständen aus Seife und Wachs.
- Ein milder Allzweckreiniger ist richtig dosiert in Ordnung. Tabu sind Dampfreiniger und Mittel mit Wachs, Öl oder Seife.
- Bei der Wohnungsreinigung über ExtraSauber gehört feuchtes Bodenwischen zum Standard.
Warum Laminat Nässe nicht verträgt
Laminat ist nur an der Oberfläche robust. Unter der harten Deckschicht liegt eine Trägerplatte aus Holzwerkstoff, die Feuchtigkeit aufnimmt. Dringt Wasser an den Stößen der Dielen ein, quillt die Platte und die Kanten stellen sich auf.
Der europäische Verband der Laminathersteller (EPLF) empfiehlt in seinem Merkblatt zur Reinigung deshalb gut ausgewrungene Tücher, die nicht tropfen. Vorrang hat immer die Pflegeanleitung deines Bodens. Echtes Holzparkett braucht andere Mittel: Wie du Parkett je nach Oberfläche pflegst, steht in einem eigenen Ratgeber.

Die häufigsten Fehler beim Laminatwischen
Vier Fehler führen zu Streifen, Kratzern und aufgequollenen Kanten:
- Zu nass gewischt: Ein triefender Mopp hinterlässt Pfützen an den Dielenkanten, dort zieht das Wasser ein.
- Falscher oder zu viel Reiniger: Für Alltagsschmutz reicht ein milder Allzweckreiniger, sparsam dosiert. Das Umweltbundesamt rät beim Putzen ohnehin zu weniger und milderen Mitteln. Mittel mit Wachs, Öl oder Seife hinterlassen dagegen einen Film, auf dem Schlieren sichtbar werden. Zu viel Reiniger bleibt ebenfalls als Schmierschicht liegen.
- Dampfreiniger: Heißer Dampf kann die Verbindungen der Dielen schwächen. Der Herstellerverband EPLF schließt Dampfreiniger in seinem Merkblatt aus.
- Sand unter dem Mopp: Ohne Vorsaugen schiebt der Mopp Sandkörner über die Oberfläche und hinterlässt feine Kratzer.
Nebelfeucht wischen: So geht es Schritt für Schritt
Nebelfeucht heißt: Der Mopp ist feucht, aber selbst beim Zusammendrücken tropft nichts heraus.
- Trocken vorreinigen. Sauge mit ausgefahrenem Bürstenkranz oder fege mit einem weichen Besen.
- Wischwasser ansetzen. Lauwarmes Wasser, bei Bedarf mit mildem Reiniger oder Laminatreiniger nach Packungsangabe. Mehr dazu im Beitrag zur richtigen Temperatur von Putzwasser.
- Gut auswringen. Den Mikrofaserbezug eines Flachwischers bekommst du beim Auswringen leichter fast trocken als einen Fransenmopp.
- In Richtung der Dielen wischen. So fallen Wischspuren im Gegenlicht weniger auf.
- Wasser wechseln, sobald es trüb wird. Sonst verteilst du den Schmutz nur.
- Pfützen sofort mit einem trockenen Baumwolltuch auftupfen.
Streifen auf Laminat: Ursache erkennen und beheben
Die Art der Streifen verrät die Ursache.
| Was du siehst | Wahrscheinliche Ursache | Was hilft |
|---|---|---|
| Matte, graue Schlieren | zu viel Reiniger | mit klarem Wasser nebelfeucht nachwischen |
| Schmieriger Film mit Fußspuren | Seife, Wachs oder Glanzpflege | Reiniger ohne Pflegezusätze nehmen, mehrmals nebelfeucht nachwischen |
| Graue Ränder in Wischbahnen | schmutziges Wasser oder schmutziger Bezug | Wasser öfter wechseln, frischen Bezug aufziehen |
| Helle Wasserränder | zu nasser Mopp | kräftiger auswringen, trocken nachwischen |
Vorbeugen ist einfach: Wer sich an die Dosieranleitung auf der Verpackung hält, vermeidet Putzstreifen.
Hausmittel für Laminat: Was geht und was nicht
Unbedenklich ist klares Wasser. Alles andere erst in der Pflegeanleitung nachlesen und an einer unauffälligen Stelle testen.
- Essig: Lass ihn weg. Für Alltagsschmutz auf Laminat brauchst du ihn nicht, und die Säure belastet die Raumluft.
- Schmierseife, Waschseife, Weichspüler: Sie hinterlassen einen Film mit Flecken und Schlieren. Das Merkblatt des EPLF nennt Seifen ausdrücklich ungeeignet.
- Natron und Scheuermilch: Körnige Mittel können die Deckschicht mit der Zeit matt machen. Natron nutzt du besser im Bad, etwa wenn du die Fugen reinigen willst.

Wenn du das Wischen abgeben willst
Bei der Wohnungsreinigung über ExtraSauber gehört „Boden saugen oder fegen und feucht wischen“ zum Reinigungsstandard. Die Arbeit übernehmen selbstständige Reinigungspartner. Was gemacht wird, legst du bei der Buchung oder mit deiner Reinigungskraft fest. Sag dabei dazu, dass dein Laminat nur nebelfeucht gewischt werden soll.
Den Staubsauger stellst du selbst, deinen Laminatreiniger kannst du dazustellen. Jede Buchung ist bis 5 Millionen Euro haftpflichtversichert.
Bei starkem Schmutz passt die Intensivreinigung mit mehrstufiger Bodenreinigung, Mittel und Geräte bringen die Reinigungspartner dort mit. Wie die Reinigung eines ganzen Hauses abläuft, erklärt die Seite Hausreinigung.
Fazit
Streifenfreies Laminat braucht wenig Wasser und wenig Mittel: erst saugen, dann den Reiniger nach Packungsangabe dosieren und mit ausgewrungenem Mopp wischen. Seife, Wachs, Öl und Dampf gehören nicht auf diesen Boden. Fehlt dir die Zeit, übernimmt eine Reinigungskraft über ExtraSauber das Bodenwischen.
FAQ: Häufige Fragen zum Laminatreinigen
Wie oft darf man Laminat feucht wischen?
So oft wie nötig, solange du nebelfeucht wischst. In Flur und Küche kann das jede Woche sein, im Schlafzimmer seltener.
Wie bekomme ich Laminat streifenfrei und glänzend?
Wisch einmal mit klarem Wasser nach und reibe die Fläche mit einem trockenen Baumwolltuch ab. Den Glanz bringt die saubere Deckschicht, Glanzmittel mit Wachs verstärken Streifen eher.
Darf ich einen Dampfreiniger auf Laminat benutzen?
Nein. Das Merkblatt des Herstellerverbands EPLF schließt Dampfreiniger aus. Hitze und Feuchtigkeit können die Verbindungen der Dielen schwächen.
Was tun, wenn eine Laminatkante aufgequollen ist?
Lass die Stelle austrocknen und wische dort nur noch nebelfeucht. Geht die Kante nicht zurück, bleibt nur der Austausch der Diele durch einen Bodenleger.