So viel kostet eine Stunde „legales“ Putzen in Deutschland
Eine Reinigungskraft, die schwarz arbeitet, kostet zwischen 8 und 15 Euro pro Stunde – das ist der Preis, mit dem viele rechnen, wenn sie online eine Reinigung buchen. Wie hoch der tatsächliche Preis für eine legale Stunde Putzen 2026 ausfällt, zeigt dieses Rechenbeispiel Schritt für Schritt.
Das Wichtigste in Kürze
- Legale Reinigung kostet ab rund 31 Euro pro Anwesenheitsstunde beim Kunden – bei diesem Preis macht die Reinigungsfirma noch keinen Gewinn
- Grundlage der Rechnung ist der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde (seit 1.1.2026)
- Schwarzarbeit im Privathaushalt ist eine Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern bis zu 5.000 Euro plus Nachzahlungen
- Eine legale Alternative zur Plattformbuchung ist die Anstellung auf 603-Euro-Basis – bringt aber eigene Pflichten als Arbeitgeber mit sich
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Warum Schwarzarbeit so viel günstiger wirkt
Die Differenz zwischen 8 bis 15 Euro Schwarzmarktpreis und über 30 Euro legalem Preis wirkt zunächst dramatisch. Der Grund: Beim Schwarzmarktpreis fehlen sämtliche Lohnnebenkosten, Steuern, Sozialabgaben, Urlaubs- und Krankheitstage sowie jeglicher unternehmerischer Aufwand – die Reinigungskraft bekommt den vollen Betrag bar, ohne dass davon etwas abgeführt wird.
Rechenbeispiel: Was eine Stunde Reinigung wirklich kostet
Die Ausgangslage
Eine Privatperson möchte ihre 80 Quadratmeter große Drei-Zimmer-Wohnung reinigen lassen. Für eine Fläche dieser Größe benötigt eine routinierte Reinigungskraft etwa drei Stunden. Da die Anfahrt zur Arbeitszeit zählt, kommen realistisch vier bezahlte Stunden zusammen (je 30 Minuten für An- und Abreise).
Vom Mindestlohn zum Stundenpreis
Man rechnet mit 230 Arbeitstagen pro Jahr bei einer Fünf-Tage-Woche:
| Rechenschritt | Wert |
|---|---|
| Kalendertage | 365 |
| – Wochenendtage | 104 |
| – Feiertage | 11 |
| – Mindesturlaub | 20 |
| = 230 Arbeitstage pro Jahr |
Bei einer 40-Stunden-Woche, durchschnittlich 4,33 Wochen pro Monat und dem gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde (seit 1.1.2026) ergibt sich ein Bruttolohn von 2.407,48 Euro pro Monat.
Brutto-Jahreskosten = Bruttolohn (2.407,48 € × 12 Monate) + Lohnnebenkosten = 36.239,28 Euro
Kosten pro Stunde = 36.239,28 € / 230 Arbeitstage / 8 Arbeitsstunden = 19,69 Euro netto, zzgl. 19 % Mehrwertsteuer = 23,43 Euro pro Stunde
Diese Kosten sind Mindestwerte – Krankheitstage (im Schnitt 10,9 Tage pro Arbeitnehmer und Jahr), Sonderurlaub und zusätzliche freie Tage sind hier noch nicht eingerechnet.
Der Preis für den Kunden
Bei drei Stunden Reinigung plus einer Stunde Fahrtzeit entstehen vier Arbeitsstunden Aufwand: 4 × 23,43 € = 93,72 Euro Gesamtkosten. Auf die drei tatsächlichen Anwesenheitsstunden umgelegt, muss die Reinigungsfirma also mindestens 31,24 Euro pro Stunde verlangen (93,72 € / 3 Stunden) – ohne dabei Gewinn zu machen.
In diesem Preis fehlen noch: Kundenservice, Schulungen, Fahrtkosten, Reinigungsmaterial, Personalführung, Büro, Buchhaltung, Rücklagen und ein Puffer für Zeiten ohne volle Auslastung.
Wird nicht mit dem gesetzlichen Mindestlohn, sondern mit dem branchenspezifischen Tariflohn von mindestens 15 Euro pro Stunde für ausgebildete Gebäudereiniger gerechnet, liegt der niedrigste Stundenpreis im Beispiel sogar bei rund 33 Euro.
Wie ExtraSauber trotz fairer Bezahlung günstig bleibt, zeigt Warum Reinigung bei ExtraSauber nicht teurer ist.
Was passiert, wenn man schwarz putzen lässt?
Bußgeld und Nachzahlungen
Eine Reinigungskraft schwarz zu beschäftigen, ist eine Ordnungswidrigkeit nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz. Im Privathaushalt drohen dafür Bußgelder von bis zu 5.000 Euro, hinzu kommen Nachzahlungen für Steuern und Sozialversicherung. Zusätzlich besteht bei einem Unfall während der Reinigung kein Versicherungsschutz über die gesetzliche Unfallversicherung – die Kosten können in solchen Fällen auf den Auftraggeber zurückfallen. Warum sich Schwarzarbeit unterm Strich auch finanziell nicht lohnt, rechnet der Ratgeber Warum Schwarzputzen nicht billiger ist im Detail vor.
Die legale Alternative: Minijob auf 603-Euro-Basis
Eine legale Alternative ist die Beschäftigung einer Reinigungskraft auf 603-Euro-Basis (Minijob-Grenze seit 1.1.2026). Günstig ist das aber nur auf den ersten Blick: Neben der monatlichen Lohnabrechnung wirst du dabei selbst zum Arbeitgeber und musst die Reinigungskraft bei der Bundesknappschaft sowie bei der Berufsgenossenschaft anmelden – beides ist bei Minijobs Pflicht. Zudem darf die Reinigungskraft nicht mehrere Minijobs haben, die zusammen die 603-Euro-Grenze übersteigen.
Die einfachste legale Lösung
Die unkomplizierteste Variante bleibt die Buchung einer Reinigungskraft über eine Plattform wie ExtraSauber. Du erhältst nach jeder Reinigung eine Rechnung, die sich unkompliziert in der Steuererklärung absetzen lässt – ohne dass du selbst zum Arbeitgeber wirst.
Ob sich dabei eine regelmäßige oder eine einmalige Buchung mehr lohnt, erklärt der Ratgeber Regelmäßige oder einmalige Reinigung buchen.
Wie sich die Rechnung in Österreich unterscheidet, zeigt So viel kostet eine Stunde „legales" Putzen in Österreich.
Häufige Fragen
Was ist ExtraSauber?
Warum ExtraSauber?
Wie buche ich eine Reinigungskraft über ExtraSauber?
Wie günstig ist ExtraSauber?
Bietet ExtraSauber einmalige und regelmäßige Reinigungen an?
Eine legale Reinigung wirkt auf den ersten Blick teurer, ist im Endeffekt aber immer günstiger und sicherer als eine Reinigungskraft schwarz arbeiten zu lassen.
Zuletzt aktualisiert am 19.08.2026.
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